Mein Werk bringt neue Schwerpunkte zur Anschauung. Die Art meiner Gestaltung ist nicht im rein malerischen und spezifisch raumgestalterischen zu fassen. Vielmehr ist es mein Wille, ein den spezifischen Generus des Malens übergreifendes Werk zu schaffen. Die Absicht konsolidiert sich durch die Einbeziehung von Objekten, das sich Stützen auf konzeptuelle Inhalte und die progressive Simplifizierung.

Das Thema meiner Objekt-Installation ist die „Miseria“ in der Kunst. Das Thema zeigt nicht allein die soziale und wirtschaftliche Problematik des globalen wirtschaftlichen Systems, sondern auch Formen und Material. Zusammen sind sie stark und entwickeln die Kreativität in Not.

Die Basis meiner Arbeit ist die „Arte Miseria“, die ich als Symbol-Objekt festsetze.
Die endgültige Form bildet sich zu einem Konvex/Konkav-Relief, konstruiert aus einem Skelett aus Leichtmaterialien wie Holzrundstäbe, Nessel und Kordel, die die architektonische Situation des Innenraumes nachhaltig verändert. Wo immer eine Objekt-Installation montiert wird, kommt es zu einer Aufhebung der Wirkung des rechten Winkels, der zuvor die räumliche Situation bestimmte.

Ich produziere also – was nicht viele Maler tun- den physischen räumlichen Kontext meiner Bilder gleich mit.
Ich bin Produzent des Ortes meiner Malerei. Der Ort meiner Bilder sind stets Raumsituationen. Bewusst oder unbewusst erreiche ich, dass ich die organisch wirkenden Menschgruppen der rechtwinkligen und daher toten Architektur – wie man sie überall findet – entziehe. Organisch heißt aber nicht harmonisch – Mensch und Miseria sind beisammen.  Alle stehen in einer konkreten Beziehung zueinander. Niemand ist anonym.

Meine Objekte sind in einem einzigen, fast monochromen Farbton gemalt.
Diese Beschränkung auf die Farbe ist ein Versuch, die blendende Intensität des tropischen Farbtons einzufangen und werden mit Linien versehen. Figurative Zeichnungen.


Aber offenbar sind diese, immer wieder neu variierten Ensembles von einer Ambivalenz, wonach die Menschen zwar zusammen spielen, doch ist ihnen auch das Spiel nicht fremd, dass „den letzten die „Miseria“ beißt“.